Browsergames
Browsergames sind Spiele, welche komplett
online, jedoch ausschließlich im Browser selbst gespielt
werden. Eine bestehende Internetverbindung ist dabei
unabdingbar – doch in Zeiten günstiger Internetflatrates sollte
das kein Problem mehr darstellen. Da das Spiel im Browser
gespielt wird, ist weder das Herunterladen noch das
installieren irgendwelcher Dateien zum Spiel notwendig, und man
kann von jedem Computer mit Internetverbindung aus auf das
Spiel zugreifen, sich einloggen und die Geschicke seiner
Spielfigur, seines Dorfes, Landes oder Planeten lenken.
Jederzeit. Rund um die Uhr.
Interessant wird das Spiel jedoch meist
dadurch, dass man nicht alleine spielt: Tausende Spieler
(theoretisch auf der ganzen Welt) können ein Browsergame
zusammen spielen. Dabei gibt es in den seltensten Fällen
ernsthafte computergesteuerte Gegner, stattdessen schließen
sich die Spieler untereinander zusammen, gründen Allianzen, um
gemeinsam an die Spitze der im Spiel geführten Rangliste zu
steigen. Verschiedene Spieler und Allianzen bekriegen sich
dabei nicht selten im Versuch, einen Vorteil gegenüber den
anderen zu erhalten. Meist entwickeln sich – bei einem
vergleichsweise einfachen Spielprinzip – komplexe Machtgefüge
zwischen den verschiedenen Spielern, entstehende Konflikte
werden auch meist nicht nur im Spiel, sondern auch in auf das
Spiel bezogenen Foren oder Chats ausgetragen. Innerhalb der
Allianzen bestimmen verschiedene Gesellschaftsmodelle, wie
Entscheidungen getroffen werden.
Wichtig, um das alles zu verstehen, ist:
Das Spiel endet nicht, nur weil sich an Spieler ausloggt. Alle
Spieler bewegen sich in der gleichen Spielwelt, und was der
eine tut, kann den anderen durchaus betreffen (selbst wenn er
ausgeloggt ist). Browsergames sind also in der Regel keine
Spiele für Leute, die hin und wieder ein oder zwei Stündchen
spielen wollen: Ein Browsergame läuft jeden Tag 24 Stunden
lang, und das sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Um bei
einem solchen Spiel großen Erfolg zu haben, braucht man sehr
viel Zeit. Denn meist muss man eine gewisse Zeit warten, bis
eine Aktion im Spiel tatsächlich ausgeführt wird. So muss man
zum Beispiel einige Stunden warten, bis ein neues Gebäude
gebaut worden ist... Oder die eigenen Truppen die gegnerische
Stadt erreicht haben – oder eben die gegnerischen Truppen die
eigene Stadt. Exzessive Spieler von Browsergames stehen
durchaus mal mitten in der Nacht auf, um noch einige Aktionen
im Spiel zu machen... Doch das ist nicht immer notwendig. Es
gibt durchaus Browsergames, die es vertragen, dass ihr Spieler
eine ungestörte Nachtruhe hat.
Browsergames haben jedoch auch viele
Vorteile: Man kann sie von überall aus spielen. Das ist
besonders für Leute interessant, die viel reisen, oder oft an
verschiedenen Computern sitzen müssen. Auch haben Browsergames
in der Regel vergleichsweise wenig Ansprüche an die Hardware
des Computers: Solange ein halbwegs aktueller Browser
installiert ist, funktionieren die größtenteils textbasierten
Spiele auf fast jedem Computer. Auch sind diese Spiele eine
vorzügliche Möglichkeit, im Internet Kontakte zu knüpfen, zumal
die meisten Browsergames auch kostenlos sind. Zwar werden dann
Werbebanner eingeblendet, jedoch stören diese den Spielspaß nur
in den seltensten Fällen. Und meist ist der Zeitaufwand für das
Browsergame, welchen man aktiv mit der Steuerung des Spieles
verbringt, relativ gering. Es spricht also viel für die
Browsergames, und da sie kostenlos sind, tut es niemandem weh,
es einfach zu versuchen. Trauen sie sich!
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